Pokemon Dark Generation - Episode 6: Unerwartete Hilfe

Story by Bloody_Kain on SoFurry

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**Episode 6

Unerwartete Hilfe**

Kane, Lora und Jamy saßen fest.

Als sie versuchten sich einen separaten Tunnel zu graben, war dieser eingebrochen und hatte ihre beengte Situation noch verschlimmert. Nun hockten sie fast aufeinander als die Seite in die sie das Loch gegraben hatten eingestürzt und auch einen Teil der Grube aufgefüllt hatte.

Sie hatten wirklich Glück gehabt das die Wurzeln naher Bäume das meiste Erdreich festgehalten hatten, denn sonst wären sie lebendig begraben worden.

Sie hatten versucht den losen Erdhügel hochzuklettern, aber nun war da der breite Stamm und die Erde weiter oben war zu hart um sie mit Händen zu bearbeiten und es gab nicht genug platz das sie noch mal Hunduster rauslassen konnten.

„Verdammt! Wir sind so nahe an der Oberfläche, und doch können wir nicht hinaus." Meckerte Jamy.

Lora dagegen schien den Tränen nahe zu sein.

„Ich will hier aber nicht sterben! Ich hab noch so viele Pläne für meine Zukunft, die will ich nicht aufgeben!"

„Oh nein, nicht auch das noch..." flüsterte Kane und beging damit einen großen Fehler denn plötzlich drehten sich beide zu ihm um.

„Ach halt doch die Klappe!" wurde er von Jamy angeschnauzt.

„Genau, wärst du nicht gewesen, wären wir nie in dieser Situation gelandet!"

Jetzt hatte Kane auch genug.

„Ach, meinst du ja? Ich sag euch mal was, wäre ich nicht gewesen, wärt ihr jetzt Garados Futter! Und wenn ihr nicht so versessen darauf wärt mein Sheinux zu fangen, wärt ihr auch nicht hier und jetzt in diesem Drecksloch gefangen! Packt euch gefälligst mal an eure eigenen Nasen bevor ihr mich mit Anschuldigungen überhäuft!"

Plötzlich merkte Kane in stechen im Rücken.

Es war das Ei das seine Stacheln weiter ausgefahren hatte und im Begriff war, sich durch den Stoff seines Rucksacks zu bohren. Dies machte ihm Sorgen, denn wenn er jetzt stürzte und auf dem Rücken landete, würde das Ei ihn aufspießen.

Durch das wenige Licht das durch eine kleine Spalte drang, konnten die Mädchen den plötzlich abwesenden Gesichtsausdruck Kanes sehen.

„Was ist?" fragte Jamy.

„Nichts, schon gut. Ich muss mich wohl beim Sturz in die Grube irgendwie am Rücken verletzt haben und hab das grade erst bemerkt."

„Ich hoffe es ist nichts Ernstes. Wenn wir hier raus kommen sind wir weg. Wir werden dich nicht auch noch zum nächsten Pokemoncenter schleppen!" meinte Jamy, Lora war da anscheinend etwas anderer Ansicht, denn in ihrem Blick sah er einen hauch von Mitgefühl.

Plötzlich hörten sie von oben einen ruf.

„Charmian, Schaufler!"

Kane stutzte, es war hier noch ein Trainer unterwegs?

Direkt über ihnen begann ein Teil der Wand zu bröckeln bevor ein Katzenartiges Pokemon zu ihnen durchbrach. Durch das Loch fiel helles Tageslicht und einen Augenblick waren sie geblendet. Als sie wieder sehen konnten schaute zu ihnen eine Person herab die sie nicht richtig erkennen konnten.

„Charmian, nutze noch mal Schaufler um das Loch zu vergrößern und komme dann raus."

Charmian sprang zurück ins Loch und die Mädchen und Kane mussten einen Schritt zur Seite machen um nicht den Dreck abzubekommen.

Als das loch groß genug war, verschwand es und die Gefangenen machten sich daran, aus der Grube zu klettern.

Kane war der letzte der raus kam und als er sich umsah, war von Jamy und Lora schon keine Spur mehr zu entdecken. Dafür stand ihm eine ihm unbekannte Trainerin gegenüber die vor ihrem Charmian hockte, es lobte und streichelte.

„Danke dass du uns da raus geholt hast, auch im Namen der beiden Mädchen die anscheinend schon wieder unterwegs sind. Mein Name ist Kane." Stellte er sich vor.

Das Mädchen richtete sich auf und zum ersten Mal konnte er sie richtig sehen.

Sie war fast so groß wie er, hatte Feuerrote Haare und eine Sonnenbrille auf. Ihr Kleidungsstil kam Kane irgendwie bekannt vor.

„Mein Name ist Carolyn, schön dich kennen zu lernen Kane. Aber sag mal, was habt ihr denn da in dem Loch getrieben?"

„Das ist eine lange Geschichte, aber zuerst sollten wir etwas abstand zwischen uns und dem See bringen, hier ist es etwas zu gefährlich für meinen Geschmack."

„Gut, können wir machen aber dann musst du mir auch erzählen was los war einverstanden?"

Kane wollte sich grade auf dem Weg machen, wandte sich aber noch mal zu ihr um und betrachtete sie genau.

„Stimmt etwas nicht mit mir?" wollte sie wissen.

„Nein, es ist nur das du mir sehr bekannt vorkommst, aber ich weis, das ich dich grade zum ersten mal gesehen habe. Wie kann das?"

„Nun, vielleicht weil unsere Mütter Freunde sind und wir uns auch schon ein paar Mal im Vidphone gesehen haben?" lachte sie.

Kanes Gesichtszüge entgleisten.

„Wann war das denn das letzte Mal gewesen? Ich kann mich beim besten Willen nicht an jemanden erinnern der wie du aussah..."

Das Lachen verflog von Carolyns Gesicht und sie wurde ernst.

„Man hast du ein schlechtes Gedächtnis Kane. Überleg mal, welche von den Freundinnen deiner Mutter hatte so rote Haare wie ich und ebenfalls ein Charmian als sie auf reisen ging?

Und welche davon kamen aus Blizzach?"

„Blizzach? Du meinst, du bist die Tochter von Zoey?"

„Bingo." Lachte sie.

„Aber nun lass uns lieber von hier verschwinden. Wer auch immer für dieses Chaos hier verantwortlich ist..." und dabei zeigte sie auf die versengten Büsche und umgestürzten Bäume, „... dem will ich ehr nicht begegnen."

„Glaub mir, das willst du wirklich nicht. Wir müssen zum Pokemoncenter am See. Da gibt es jemanden der auf mich wartet."

„Jetzt wohl nicht mehr." Meinte sie traurig, ihre gute Laune war wie verflogen.

„Wieso denn das?"

„Anscheinend wurde das Pokemoncenter letzte Nacht vollkommen zerstört. Die Verletzten wurden Heute früh nach Sandgemme gefahren und von dort zu den umliegenden Krankenhäusern gebracht. Die Chanaire wurden im Pokemoncenter dort eingeliefert und sahen allesamt sehr ramponiert aus. Es soll sogar eines bei der Explosion des Centers umgekommen sein."

„Und was machst du dann ausgerechnet hier?" fragte er während beide parallel zum See durch den Wald liefen, immer darauf bedacht dass sie vom See aus nicht gesehen werden konnten.

„Ich war schon auf dem Weg hierher als die Krankenwagen an mir vorbei fuhren. Ich habe mich versteckt und dann grade so mitbekommen, wie das Garados am Ufer aufgetaucht ist und irgendwas verfolgte, dass dann in die Büsche verschwunden war. Kurz darauf hat es den diesen Baum gefällt und nach irgendwas gesucht aber anscheinend nicht gefunden. Ich denke mal das warst du und die beiden Mädchen oder?"

„Ja. Ich bin Gestern Abend hier angekommen und..."

Kane erzählte ihr was seitdem vorgefallen war und Carolyn war überrascht, manchmal schockiert aber sie hörte ihm bis zum Schluss zu.

„Und du willst deshalb zum Pokemon Center weil dein Sheinux sich wahrscheinlich irgendwo dort versteckt?"

„Genau das, und weil ich vielleicht in den Trümmern eine bequemere Möglichkeit finden kann, um dieses Ei zu transportieren. Es verströmt irgendwie eine Negative Energie will mir scheinen, denn der Tonfall wird immer etwas schärfer wenn es in der Nähe ist, wenn du verstehst was ich meine."

„Ich glaube schon. Und jedes Mal wenn sich jemand Wut, Schmerzen oder Hass empfindet kommen diese Stacheln hervor?"

„Ich denke schon dass es so ist. Als Dragonir verletzt da lag, sah das Ei aus wie eine Annanas, nur dass die Stacheln wirklich spitzt sind. Als Dragonir Schmerzfrei war, war es glatt wie alle anderen Pokemoneier auch. Aber als das Garados auf uns zukam, wurde es wieder stachelig und ich hatte alle mühe es in den Rucksack zu kriegen und vorhin wo es in der Grube etwas hitziger zuging, stach es mich in den Rücken. Im Moment scheint es friedlich zu sein und da bin ich früh drüber, trotzdem wäre es mir wohler wenn es in einem dieser Brutkammer Transportzylinder stecken würde und nicht in meinem Rucksack."

Beide liefen noch mindestens 15 Minuten parallel zum See, als sie auf die erste Straße trafen.

„Das ist die Straße nach Zweiblattdorf, das Pokemoncenter ist da drüben." Sagte Kane und zeigte in die Richtung... und erstarrte.

Carolyn hatte ihm zwar erzählt, dass es zerstört sei, aber der Anblick war trotzdem schrecklich.

Plötzlich erklang vom See ein tiefes Röhren.

Kane und Carolyn sahen sich an und rannten auf die andere Straßenseite in den Wald.

Wenn Kane eines Heute nicht mehr gebrauchen konnte, war es eine weitere Begegnung mit diesem ausgeflippten Garados.

Etwas die Straße rauf und vom See aus gesehen hinter dem Pokemoncenter, kamen sie wieder zum Weg, blieben aber am Rand bei einem Baum stehen so dass man sie vom See aus nicht sah.

„Könntest du dein Charmian losschicken und es nach Sheinux suchen lassen?" fragte er und streifte sich den Rucksack ab.

„Sicher, aber was hast du vor?"

„Hab ich doch gesagt, ich will zu den Trümmern und schauen, ob ich eine dieser Verwahrzylinder finde."

„Ich halte das zwar für keine gute Idee, aber wenn du meinst. Viel Glück, ich werde hier auf dich warten."

„Danke. Sag deinem Charmian es soll Sheinux zu dir führen, hier ist es in Sicherheit."

Damit sprintete er über die Straße und näherte sich auf der anderen Seite, die näher am ehemaligen Center lag den Ruinen.

Carolyn kniete sich zu Charmian und wiederholte noch mal Kanes Anweisungen.

Es nickte und verschwand dann ebenfalls. Carolyn war bei der ganzen Sache ganz und gar nicht wohl.

Sheinux erwachte aus einem unruhigen Schlaf. Eigentlich wollte sie ja wach bleiben und die Umgebung im Auge behalten, aber nach einer guten Stunde in der vom Garados nichts zu sehen oder zu hören war, hatte es dann doch ihrer Erschöpfung nachgegeben und war eingeschlafen. Sie sah sich um, konnte aber nichts Auffälliges entdecken, weder vom Garados, noch von ihrem Trainer. Aber irgendwo in ihrem Gehirn sagte ihr etwas, das er sich ihr näherte. Beim fangen eines Pokemons wurde ihm nicht nur eingetrichtert, dass es sich seinem Trainer unterordnen musste, sondern auch etwas, dass sie nie sehr weit von ihrem Pokeball weg lies. Allerdings konnte das Pokemon auch so bestimmen, wo sich ihr Pokeball befand und im Augenblick bewegte er sich in Ihre Richtung. Sheinux seufzte erleichtert, ihrem Trainer schien es gut zu gehen. Hoffentlich fand er sie bald, der durst vom vielen Laufen machte ihr wirklich zu schaffen und sie musste sich regelrecht zwingen, nicht zum See zu schleichen und dort zu trinken. Sie legte ihren Kopf wieder auf ihre Pfoten und schloss die Augen. Ihre Ohren konnten die Umgebung genauso gut beobachten wie ihre Augen.

Etwas später wurde sie vom Ruf des Garados geweckt. Ihr Kopf ruckte hoch und ihr Fell hätte sich dadurch beinahe in den Dornen verfangen. Sie sah sich um, konnte aber nichts erkennen bis sie links von sich beim Weg nach Zweiblattdorf etwas bemerkte. Es waren drei Gestalten die über die Straße huschten und eine davon war definitiv ein Pokemon.

War das nun ihr Trainer in Begleitung oder waren das andere Leute?

Sheinux beschloss diesmal nicht mehr einzuschlafen und beobachtete ihre Umgebung ganz genau.

Charmian schlich ebenfalls Richtung Pokemoncenter und lauschte den Geräuschen des Waldes. Doch viel gab es nicht zu hören, der Wald war wie verlassen, nicht mal Käferpokemon waren geblieben. Irgendwo vor sich konnte sie den anderen Menschen, der sich als Kane vorgestellt hatte hören, wie er durch den Wald schlich. Gegenüber zu ihr waren seine Schleichversuche wie das stampfen eines Rihorns, aber für einen Menschen war er auch nicht schlecht.

Da fing sie eine Witterung auf die Quer zu ihrem Weg verlief. Zuerst schaute sie nach rechts, doch in der Richtung lag nur der große Wald der um den See herum führte. Da sie wusste das Sheinux von dort gekommen war, nahm sie die andere Richtung und folgte der Spur.

Die Spur führte zu einem Dornengebüsch beim Weg, welches von einigen Steinen umgeben war.

„Char, Charmian." (Jemand zu hause?) rief es leise in den Busch.

„Sheinux, Shei" (Kommt drauf an wer da ist.)

„Charmian, Char, Charmian, mian." (Ich bin ein Freund. Komm mit ich bringe dich in Sicherheit.)

Aus dem Busch kam Sheinux lachen.

„Nux, Sheinux Shei Shei!" (Klar, für wie blöd hältst du mich?)

Charmian schien dies nicht zu gefallen und Ihre nächsten Worte wurden etwas energischer.

„Charmian, mian, Char, Char, mian, mian, Charmian, mi!" (Ich bin hier weil dein Trainer meiner Trainerin gesagt hat ich soll dich holen.)

„Charmian, Char, Char, mian." (Er sagte sein Name ist Kane.)

„Sheinux, shei?" (Und woher soll ich wissen dass das wahr ist?)

„Charmian, mi, Char, Mian, mi." (Ich weis von dem Dragonir und kenne eure Geschichte.)

Langsam kam Sheinux aus dem Busch gekrochen, im Maul trug es den ihr anvertrauten Pokeball.

Es legte ihn kurz ab und sah Charmian an.

„Nux, shei Sheinux. Sheinux, shei, Sheinux, Shei, shei." (Ich vertraue dir. Kane hätte niemanden von Dragonir erzählt wenn er der Person nicht vertrauen kann.)

Charmian nickte und lief voraus, Sheinux, das wieder den Pokeball trug dicht auf den Fersen.

Kane kam schließlich beim Center an. Er versteckte sich eine weile in einem Busch in der nähe und beobachtete genau den See. Der Nebel hatte sich bereits verzogen und so konnte er den ganzen See überblicken, leider konnte man ihn nun vom Wasser aus ebenfalls gut sehen.

Methodisch suchte er den See ab, konnte von dem Garados aber nichts sehen.

Er legte sich auf den Bauch und robbte langsam und vorsichtig zum Sockel des ehemaligen Pokemoncenters.

Die meisten Pokemoncenter waren gleich aufgebaut. Vorne die Eingangshalle und der Empfang, dahinter die OP Säle, Verletztenzimmer, das Lager, das Schwesternzimmer und die Küche und im ersten Stock waren für gewöhnlich die Trainerunterkünfte.

Nun lag alles in Trümmern, aber an einigen stellen konnte man noch ansatzweise erkennen was vorher was war.

Ein Teil der Mauern stand noch und so konnte er sich vom See aus unbemerkt durch eine Bresche ins innere schleichen.

Drinnen knarrte es an einigen stellen und Putz rieselte von der Decke.

Der Rest des Centers konnte jeden Moment zusammenbrechen, er musste sich wirklich beeilen.

In dem Zimmer in dem er war, wahrscheinlich ein ehemaliges Patientenzimmer den Betten nach, gab es keine Flurtür mehr, diese lag herausgerissen und verbrannt auf dem Boden.

*Das muss ja eine ungeheurer Kraft gewesen sein.* dachte er.

Er schlich zur Tür, kniete sich nieder und spähte hindurch. Durch ein Loch in der Wand vor ihm, konnte er die zerstörte Vorhalle und dahinter den See sehen. So schnell er konnte aber ohne einen Laut zu verursachen bog er um die Ecke und außer Sichtweite.

Er hoffte dass das Garados nicht bemerkte das sich in den Ruinen jemand herumtrieb.

Vorsichtig ging er den Gang hinunter. Wenn er sich nicht irrte, musste hier irgendwo die Küche und ganz in der nähe das Lager sein. Sein Problem war nur, dass die meisten Türen zu waren, eventuell verschlossen oder vielleicht auch verkeilt. Wenn er die Falsche aufmachte, konnte es zum Einsturz kommen. Selbst wenn er sich dabei nicht verletzte und nicht unter Trümmern begraben wurde, bestand immer noch die Möglichkeit, dass das Garados darauf aufmerksam wurde und beschloss, sich das mal persönlich anzusehen.

Deshalb verließ sich Kane auslangsweise Mal nicht auf seine Augen, sondern auf seine Nase.

Die Küche würde er ziemlich eindeutig am Geruch erkennen und so schlich er schnuppernd weiter den Gang hinunter.

Ungefähr nach der vierten Tür von links, stieß er rechts (Richtung See) auf eine Doppelflügeltür von der ein markanter Küchengeruch ausging. Ein Geruch der immer dann entstand, wenn so viele Essen in einer Küche gekocht wurden, dass die Menschliche Nase kein einzelnes davon für sich identifizieren konnte.

Kane tippte eine der Türen an, und spähte durch den entstandenen Spalt.

Die Küche sah aus als wenn eine Bombe eingeschlagen wäre. Der Raum war total verwüstet, was davon kam dass ein Teil der Decke eingebrochen war.

*Gut, die Küche habe ich schon einmal, aber wo ist jetzt das Lager?*

Er schlich weiter und kam an eine Abzweigung die wieder Richtung See führte.

Er spähte vorsichtig um die Ecke und sah, dass der Gang noch intakt war. Weiter vorne bog der Gang wieder ab, doch die Wand war noch in Ordnung, jedenfalls so weit dass man ihn vom See aus nicht sehen konnte. Etwas den Gang hinauf befand sich links eine einzelne Tür.

Entweder war dass das Schwesternzimmer oder es war der Lagerraum den er suchte.

Vorsichtig schlich er zur Tür und hatte wieder Glück, sie war unverschlossen.

Er öffnete sie vorsichtig und sah hindurch, der Raum war intakt, doch überall lagen Kartons auf dem Boden, Regale waren umgekippt und es Stank nach Reinigungsmittel und anderen Sachen.

Er steckte den Kopf durch die Tür und sah sich weiter um. Links von ihm zogen sich die Regalreihen immer weiter und er folgte ihnen mit seinem Blick, bis er im letzten Regal, direkt an der Wand das sah, was er brauchte, bzw. auf dem Boden davor.

Die Tür etwas weiter öffnend und nach oben blickend um die Decke zu kontrollieren. Was er sah gefiel ihm gar nicht. In der Decke gab es mehrere Risse und sogar eine Daumenlange Spalte die sich einmal durch den ganzen Raum zog. Er musste sich beeilen und so schnell wie möglich wieder hier raus bevor sie ihm auf den Kopf fiel.

Er schlüpfte durch den Türspalt und schloss sie wieder hinter sich. Wenn er hier drinnen einen Laut verursachte, würde er wenigstens nicht nach draußen schallen.

Der Boden war rutschig von den ausgelaufenen Reinigungsmitteln und der Geruch stach ihn unangenehm in der Nase. Noch vorsichtiger als zuvor im Flur ging er zu den tragbaren Brutbehältern, immer darauf bedacht ein ausrutschen zu vermeiden.

Irgendwie schaffte er es, trotz einiger Beinaheausrutscher, hin zu kommen, musste aber schnell feststellen, dass er sich zu früh gefreut hatte.

Von den Brutzylindern die herunter gefallen waren, war nicht eines mehr heil. Alle waren zerbrochen und die Scherben bedeckten den Boden.

Kane lies enttäuscht die Schultern hängen, erspähte dann aber aus den Augenwinkeln einen der oben rechts auf dem obersten Regal in der Ecke stand, an dem sich die beiden Wandregale trafen. Irgendwie hatte dieses den Angriff unbeschadet überstanden.

Normalerweise hätte es hier irgendwo eine Trittleiter gegeben, aber die lag irgendwo unter all den Kartons und es würde zu lange dauern sie zu suchen, also versuchte er es mit klettern.

Er musste eigentlich nicht besonders hoch, der Zylinder befand sich grade so außer Reichweite, aber es war auch nicht ungefährlich. Die Regale waren nur Lose angelehnt und nicht mit der Wand verschraubt, was hieß sie konnten umkippen und ihn unter sich begraben wenn er nicht aufpasste.

Kane stieg auf die unteren Regalböden, dann auf die nächsten und hatte den Brutzylinder fast in Reichweite als von draußen wieder dass Brüllen des Garados erklang.

Es musste recht nahe sein was wieder hieß dass sich Kane noch mehr beeilen musste.

Er stieg noch ein Regalbrett höher und hatte endlich das was er gesucht hatte in Reichweite.

Der Brutzylinder bestand aus einem Boden mit Wärmeeinheit, einem durchsichtigen Glaszylinder der in einem Deckel auslief der ebenfalls eine Wärmeeinheit besaß Oben drauf war eine Vertiefung in der Normalerweise der Pokeball steckte, mit dem man das Pokemon, sobald es geschlüpft war, einfangen konnte.

Kane stieg vorsichtig wieder hinunter, allerdings behindert dadurch dass er den Zylinder der so groß war wie sein Arm lang, immer wieder absetzen musste damit er klettern konnte.

Unten angekommen bemerkte er wie der Boden leicht bebte und von oben vernahm er ein Unheilverheißendes Knarren. Es musste sofort hier raus!

So schnell er konnte lief er an der Wand entlang Richtung Ausgang doch seine Eile wurde ihm zum Verhängnis. Er rutschte aus und sein Schwung ließ ihn an der Tür vorbei und direkt in einen Kartonhaufen schießen. Unter anderen Umständen hätte ihm das gefallen, aber im Moment war jedes bisschen Krach unwillkommen und nachdem es die ganze Zeit so ruhig war, kam ihm der Lärm den das veranstaltete so vor, als hätte ein Voltoball sich in seiner nähe mit einer Explosion verabschiedet.

Vorsichtig rappelte er sich auf und kontrollierte den Zylinder, er war noch heil doch nun hörte er etwas was ihn ganz und gar nicht beruhigte. Irgendwo im Gebäude war etwas eingebrochen und der Raum in dem er sich befand wackelte. Von oben kam immer mehr Material der Deckenverkleidung herunter und der Riss schien sich zu verbreitern.

So schnell er konnte lief er zur Tür und war erst beruhigt, als er den Raum verlassen hatte und das keine Sekunde zu spät. Plötzlich erschallte hinter ihm ein Heiden Lärm als die Decke endgültig der Schwerkraft nachgab und den Raum und alles was sich in ihm befand unter sich begrub. Die Tür wurde von der Druckwelle aus den Angeln gerissen und Kane von den Füßen gehoben. Damit landete er bereits das dritte Mal an diesem Tag auf der Nase und langsam begann er jenes unbekannte Wesen zu verfluchen dass die Schwerkraft erfunden hatte.

Von hinter sich konnte er wieder das röhren des Garados hören und es schien näher zu kommen. Diesmal entschied sich Kane nicht zu schleichen, sondern rannte so schnell er konnte dorthin woher er vorher gekommen war. Er wollte auf keinen Fall mehr hier sein wenn dieses Ungetüm hier auftauchte.

Carolyn wartete währenddessen auf die Rückkehr Kanes und der Pokemon. Die ganze Zeit über behielt sie den See im Blick und zuckte zusammen, als sie das erste Mal den Ruf Garados hörte, doch schien dieser noch recht weit weg zu sein.

Kurze Zeit später erhaschte sie aus den Augenwinkeln am Rand der Straße eine Bewegung.

Es war ihr Charmian und wie es schien, hatte es Sheinux tatsächlich gefunden. Als beide bei ihr ankamen, ließ Sheinux den Pokeball fallen und jappste nach Kräften.

Es war fix und Fertig, es hatte Hunger, Durst und war am Ende seiner Kräfte.

Carolyn dankte ihrem Charmian und schickte es zurück in ihren Pokeball bevor sie sich dem kleinen Sheinux zuwandte das sichtlich zerfleddert aussah.

„Armes Ding. Warte ich gebe dir etwas Wasser." Sie suchte in ihrer eigenen Tasche nach einer kleinen Schüssel, zog ihre Wasserflasche heraus und füllte sie.

Als sie Sheinux diese vorsetzte, stürzte sich das Pokemon regelrecht darauf und trank sie in Windeseile leer.

„Junge, du musst ja fast am verdursten sein." Kommentierte Carolyn Sheinux Trinkverhalten.

„Hier hast du noch was, aber trink es diesmal lieber langsamer sonst wird dir noch schlecht."

„Shei." Grinste Sheinux sie an. Es entschied für sich dass sie ein netter Mensch war und trank die nächste Ladung Wasser langsamer wie es ihr geraten worden war.

Carolyn und Sheinux zuckten zusammen als vom Pokemoncenter plötzlich das Geräusch berstender Steine und Holz herüber klang. Ein Teil des Dachstuhls der hier und da noch stand, war in sie zusammengefallen und hatte eine weithin sichtbare Staubwolke verursacht.

Das nächste Geräusch ließ beide zum See blicken und Sheinux fing an zu zittern.

Das Garados war auf dem Weg zum Center, man konnte es zwar nicht direkt sehen, aber ein Wellenkamm schob sich mit steigender Geschwindigkeit darauf zu.

Wenn Kane nicht bald dort heraus kam, würde er es wahrscheinlich nie mehr tun.

Grade als Kane die Stelle erreicht hatte, durch die er ins Center gekommen war, schlug hinter ihm etwas in die Ruinen ein.

Das Garados war aufgetaucht und hatte die Ruinen mit einem Hyperstrahl getroffen. Ihm war es egal ob sich dort jemand befand oder nicht, es war eine Möglichkeit den Frust abzulassen den es seit dem Verschwinden der Trainer verspürte, die ihm am Morgen entkommen waren.

Die Druckwelle trug Kane durch das Loch und in einen nahen Busch. Dort blieb er eine Minute liegen bevor er sich langsam und unter Schmerzen davon stahl.

Carolyn und Sheinux mussten Hilflos mit ansehen wie die Reste des Pokemoncenters zusammenfielen, von Kane war nirgends eine Spur zu finden.

Carolyn wollte nicht dran glauben das es ihn erwischt hatte doch wie gut standen seine Chancen? Sie sah auf das kleine Sheinux herunter das ungläubig Richtung der nun wieder rauchenden Ruinen blickte.

Sie kniete sich nieder und nahm es in die Arme.

„Ist schon gut, ich bin sicher er ist rechtzeitig raus gekommen."

„Sheeeiii..." sagte es nur traurig und beide blieben wo sie waren, versteckt hinter dem Baum.

Carolyn beschloss hier noch eine weile zu warten bevor sie alles packte und Richtung Sandgemme aufbrach. Sollte das Garados ihn erwischt haben, so glaubte sie nicht dass er es überlebt hatte.

Wenn Sheinux Gefühle nicht so aufgewühlt gewesen wären hätte sie vielleicht bemerkt, das ihr Pokeball sich ihnen näherte. Es vergingen einige Minuten in denen beide sich hinter dem Baum versteckt hielten, als vor ihnen ein Stein auf den Boden aufschlug.

Sofort suchten sie die Ursache dafür und sahen auf der anderen Seite Kane wie er ihnen zuwinkte. Sheinux wollte sofort zu ihm, doch er bedeutete ihr es nicht zu tun. Er zeigte den Weg hinauf der dort einen leichten Hügel hinab führte. Dort würde es sicherer sein sich zu treffen. Carolyn nickte, packte Flasche und Schüssel wieder zusammen und nahm Kanes Rucksack. Als sie sich nach Sheinux umsah, stellte sie fest dass sie und der Pokeball weg waren, wahrscheinlich war es schon voraus gerannt. Lächelnd zuckte sie die Schultern und eilte ihr hinterher.

Hinter dem Hügel preschte Sheinux auf die andere Seite der Straße in den Wald und lief den Hügel wieder hinauf und Kane entgegen. Sie konnte es nicht erwarten wieder mit ihm zusammen zu sein. Als er dann hinter einem Baum hervortrat, sprang sie ihn voller Übermut an und hätte ihn beinahe umgeworfen. Geschickt fing er sie mit einem Arm auf und ließ sie auf seiner Schulter platz nehmen. Sie spie den Pokeball aus und schleckte ihm sein Gesicht ab, dabei jaulte sie fast vor Freude.

Kane fing den Pokeball auf und klickte ihn an seinem Gürtel Fest um die Hand frei zu bekommen. Er reichte an Sheinux Kopf und drückte sie fest an seine Wange.

„Tut mir Leid das du dir solche Sorgen gemacht hast kleines. Hätte es eine andere Möglichkeit gegeben hätte ich sie genutzt. Ich verspreche dir dass wir so was nicht so schnell wieder machen werden."

Sheinux löste sich von seiner Hand und sah ihn böse an.

„Okay, hast gewonnen, wir machen es nie wieder."

Damit war sie zufrieden und ihr Gesicht hellte sich wieder auf.

Dann musste sie allerdings gähnen und kuschelte sich an seine Schulter.

„Möchtest du dich in deinem Pokeball ein wenig ausruhen kleines?" fragte er sie mit leiser Stimme während er weiter ging.

Sheinux schüttelte verneinend den Kopf. Im Moment wollte sie nur mit ihrem Trainer zusammen sein.

Ein paar Minuten später waren sie auf der anderen Seite des Hügels und außer Sichtweite des Sees, Carolyn wartete schon auf sie. Von ihr nahm Kane seinen Rucksack entgegen und begann, nachdem er den Brutzylinder abgesetzt und geöffnet hatte, das Ei aus seinem Rucksack in den Sockel des Zylinders zu betten.

Die Shirts ließ er um das Ei gewickelt, es war zu seltsam als dass jeder es sehen sollte.

Zum Schluss stülpte er den Zylinder wieder über, ließ ihn einrasten und aktivierte die Einheit.

Sobald er sich den Rucksack wieder auf den Rücken geschnallt und den Brutzylinder aufgenommen hatte, machten die drei sich auf den Weg nach Sandgemme. Wenn sie Glück hatten und nicht mehr gestört wurden, würden sie gegen Abend dort eintreffen.

Ende Episode 6

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